Ärztliche Kollegen

Pankreatikobiliäre Endoskopie.

Differenzierte Risikostratifizierung, endosonographische Gewebeakquisition und interventionelle Therapiestrategien. Mit Leitlinienbezug, Studienbewertung und Angaben zur Zuweisung.

Dr. med. Michael Birkenfeld · Chefarzt der Abteilung für Viszeralmedizin/Spezielle Gastroenterologie · Sana Kliniken Düsseldorf-Gerresheim und Benrath

Endoskop für die pankreatikobiliäre Diagnostik und Therapie
Ärztliche Kollegen

Pankreatikobiliäre Diagnostik und interventionelle Endoskopie

Fachliche Darstellung der Indikationsstellung, Befundinterpretation und Verfahrenswahl. Im Mittelpunkt stehen die endosonographische Charakterisierung, repräsentative Gewebeakquisition, transpapilläre Therapie und ultraschallgesteuerte Drainage im interdisziplinären Behandlungskonzept.

Zystische Pankreasläsionen

Morphologie, Gangbezug und klinische Risikokonstellation

IPMN (intraduktale papillär-muzinöse Neoplasie), MCN (muzinöse zystische Neoplasie) und SCN (seröse zystische Neoplasie) sind hinsichtlich Biologie und Management voneinander abzugrenzen. EUS (Endosonographie; englisch: endoscopic ultrasound) ergänzt die MRT (Magnetresonanztomographie) mit MRCP (Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie) durch die hochauflösende Beurteilung von Wand, Septen, muralen Knoten und soliden Komponenten. Die CT (Computertomographie) liefert je nach Fragestellung ergänzende Informationen, unter anderem zur Verkalkung und Tumorausbreitung.

Differenzialdiagnostische Einordnung

Eine kommunizierende Seitenastzyste spricht für eine Seitenast-IPMN; eine segmentale oder diffuse Erweiterung des Hauptpankreasgangs muss unter Ausschluss anderer Obstruktionsursachen auf eine Hauptgangbeteiligung geprüft werden. Für die MCN sind klinischer Kontext und typische Lokalisation relevant; das ovarartige Stroma ist ein histologisches Diagnosemerkmal. Ein mikrozystisches Muster kann eine SCN unterstützen. Pseudozysten erfordern die Korrelation mit einer Pankreatitis- oder Traumaanamnese. Eine vermeintlich passende Anamnese ersetzt dabei nicht die morphologische Differenzialdiagnose.

Solide pseudopapilläre Neoplasien und zystisch degenerierte solide Tumoren gehören in die Differenzialdiagnose. Die Bezeichnung „Zyste“ allein erlaubt weder eine Aussage zur Entität noch eine belastbare Malignitätsprognose. Prozentangaben aus Resektionsserien sind wegen der bereits erfolgten klinischen Selektion nicht unmittelbar auf inzidentelle Zysten übertragbar.

Kyoto-Kriterien: zwei getrennte Risikokategorien

HRS (Hochrisikostigmata; englisch: high-risk stigmata) und WF (abklärungsbedürftige Warnmerkmale; englisch: worrisome features) sind keine austauschbaren Begriffe. Bei einer IPMN wird die Bedeutung eines Einzelmerkmals im Zusammenhang mit Gesamtkonstellation, Verlauf, Komorbidität und Operationsfähigkeit beurteilt.

Ausgewählte Kriterien der Kyoto-Leitlinie 2024 für IPMN
KategorieBefundeKlinische Einordnung
HRSObstruktiver Ikterus bei einer Läsion im Pankreaskopf; kontrastmittelaufnehmender muraler Knoten ≥5 mm oder solide Komponente; Hauptpankreasgang ≥10 mm; malignitätsverdächtige oder positive Zytologie, sofern gewonnen.Anlass zur zeitnahen interdisziplinären, insbesondere pankreaschirurgischen Beurteilung bei entsprechender Behandlungseignung.
WFUnter anderem Zystengröße ≥30 mm, Hauptgangweite von 5 bis <10 mm, kleinerer kontrastmittelaufnehmender Wandknoten, verdickte oder anreichernde Wand, Pankreatitis, auffällige Verlaufskinetik oder weitere klinische Risikomerkmale.Vertiefte Abklärung und Neubewertung des Managements; ein einzelnes Warnmerkmal begründet nicht automatisch eine Resektion.

Die Tabelle ist eine Auswahl, kein vollständiger Entscheidungsalgorithmus. Ein durch die Läsion erklärbarer Ikterus ist anders zu werten als ein unklar erhöhtes Bilirubin. Ebenso sind eine obstruktionsbedingte Gangdilatation anderer Ursache, intrazystischer Schleim und vaskularisierte murale Knoten sorgfältig zu unterscheiden.

Zystenpunktion und Biomarker

Eine Punktion sollte eine konkrete managementrelevante Frage beantworten. CEA (karzinoembryonales Antigen) und Glukose im Zystenpunktat dienen vor allem der Einordnung einer muzinösen Differenzierung; sie sind keine eigenständigen Malignitätstests. Eine negative Zytologie besitzt bei zellarmem Punktat nur begrenzte Ausschlusskraft. Molekulare Analysen können in ausgewählten diagnostisch unklaren Fällen ergänzen, ersetzen jedoch weder Bildgebung noch klinische Bewertung.

Überwachung oder operative Abklärung

Die Kontrollstrategie wird entitäts- und risikoadaptiert festgelegt. Erforderlich sind reproduzierbare Größenangaben, dokumentierter Gangbezug und Vergleich mit den Originalvoraufnahmen. Kontrollintervall, verantwortliche Stelle und Eskalationskriterien sollten im Befund konkret benannt werden. Die Überwachung einer bekannten Zyste ist von einem Pankreaskarzinomscreening der Allgemeinbevölkerung zu trennen.

Beispiel einer Seitenast-IPMN im Pankreaskörper: Eine zystisch erweiterte Seitenaststruktur steht mit dem Hauptpankreasgang in Verbindung; ein kleiner muraler Knoten ist dargestellt. Das EUS-Endoskop liegt im Magen.
Dargestellt ist beispielhaft eine Seitenast-IPMN mit Verbindung zum Hauptgang und einem Knoten in der Zystenwand. Andere Zystenarten können anders aussehen. Die Atlasillustration ist nicht maßstabsgetreu.
Diagnostische Endosonographie

Endosonographie: Lokale Charakterisierung und gezielte Ergänzung der Schnittbildgebung

EUS (Endosonographie; englisch: endoscopic ultrasound) ermöglicht die Beurteilung des Pankreasparenchyms, des Gangsystems, der distalen extrahepatischen Gallenwege, der Papillenregion und regionaler Lymphknoten aus transgastralen beziehungsweise transduodenalen Schallfenstern. MRT (Magnetresonanztomographie), MRCP (Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie) und CT (Computertomographie) bleiben komplementäre Verfahren; die Untersuchungsreihenfolge richtet sich nach der diagnostischen und therapeutischen Fragestellung.

Untersuchungsauftrag und Befunddokumentation

Vor der Untersuchung sind Voraufnahmen, klinischer Verlauf und die Konsequenz eines möglichen Befunds zu klären. Bei einer fokalen Läsion sollten Lokalisation, Ausdehnung, Echostruktur, zystische oder solide Anteile, Gangrelation und relevante Gefäßbeziehungen dokumentiert werden. Eine Gangdilatation ist auf Ursache und Lokalisation einer möglichen Obstruktion zu beziehen. Die Untersuchung nur eines auffälligen Ausschnitts genügt für die vollständige Organbeurteilung nicht.

Die Dopplersonographie unterstützt die Identifikation interponierter Gefäße und die Planung eines sicheren Punktionswegs. Kontrastmittelverstärkte Verfahren können in ausgewählten Situationen die Charakterisierung vaskularisierter Anteile unterstützen. Ein charakteristisches Kontrastverhalten oder Elastographiemuster ist jedoch für sich genommen kein histologischer Malignitätsnachweis.

Typische Entscheidungssituationen

Zu den Fragestellungen zählen die weitere Abklärung unklarer fokaler Pankreasläsionen, die differenzierte Zystenbeurteilung, die Suche nach einer Ursache ungeklärter Gangveränderungen und die Abklärung eines fortbestehenden Verdachts auf Choledocholithiasis. Der zusätzliche Erkenntnisgewinn muss gegen Sedierung, Eingriffsrisiko und die Aussagekraft bereits vorhandener Bildgebung abgewogen werden.

Grenzen der Aussagekraft

Chronisch entzündliche Veränderungen, Narben, interponiertes Gas, Stents und postoperative Anatomie können die Darstellung oder Interpretation erschweren. Ein unauffälliger Befund beendet bei persistierendem klinischem oder bildmorphologischem Verdacht nicht zwangsläufig die Abklärung. Je nach Konstellation sind eine erneute Untersuchung, ergänzende Schnittbildgebung oder eine gezielte Gewebeakquisition zu erwägen.

Die lokale endosonographische Beurteilung ersetzt keine systematische Ausbreitungsdiagnostik bei vermuteter Neoplasie. Befund und Empfehlung sollten den diagnostischen Sicherheitsgrad sowie die Grenzen der Untersuchung ausdrücklich benennen.

Beispiel einer Seitenast-IPMN im Pankreaskörper: Eine zystisch erweiterte Seitenaststruktur steht mit dem Hauptpankreasgang in Verbindung; ein kleiner muraler Knoten ist dargestellt. Das EUS-Endoskop liegt im Magen.
Dargestellt ist beispielhaft eine Seitenast-IPMN mit Verbindung zum Hauptgang und einem Knoten in der Zystenwand. Andere Zystenarten können anders aussehen. Die Atlasillustration ist nicht maßstabsgetreu.
Endosonographische Gewebeakquisition

Repräsentative Histologie statt isolierter Punktionsnachweis

EUS-FNB (endosonographisch gesteuerte Feinnadelbiopsie; englisch: endoscopic ultrasound-guided fine-needle biopsy) zielt auf Gewebezylinder mit erhaltener Architektur. EUS-FNA (endosonographisch gesteuerte Feinnadelaspiration; englisch: fine-needle aspiration) dient überwiegend der zytologischen Materialgewinnung. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Zielstruktur, Differenzialdiagnose und dem Bedarf an histologischer, immunhistochemischer oder molekularer Charakterisierung.

Indikationsstellung und Entnahmeplanung

Eine Gewebesicherung ist insbesondere dann relevant, wenn ihr Ergebnis die onkologische Behandlung oder die Abgrenzung alternativer Diagnosen beeinflusst. Die notwendige Materialmenge ist vorab mit der Pathologie abzustimmen. Eine Punktion allein zur Bestätigung eines bereits ausreichend geklärten, unmittelbar operativ zu behandelnden Befunds ist nicht automatisch erforderlich. Bei Verdacht auf entzündliche, lymphatische oder neuroendokrine Erkrankungen können unterschiedliche Anforderungen an Aufarbeitung und Zusatzdiagnostik bestehen.

Nadelwahl und Technik

Die ESGE (European Society of Gastrointestinal Endoscopy) bevorzugt im Technical and Technology Review 2025 für solide Pankreasläsionen End-cutting-Biopsienadeln gegenüber Reverse-bevel-Biopsienadeln oder Aspirationsnadeln. Die ASGE (American Society for Gastrointestinal Endoscopy) empfiehlt ebenfalls Biopsienadeln und spricht sich bei soliden Pankreasraumforderungen bedingt für 22-Gauge- gegenüber 25-Gauge-Nadeln aus. Anatomische Erreichbarkeit und sichere Nadelführung bleiben entscheidend.

Nach dopplersonographischer Kontrolle des Zugangswegs erlaubt die Fanning-Technik die Entnahme aus unterschiedlichen Läsionsbereichen. Für moderne End-cutting-Nadeln nennt die europäische Empfehlung zwei Passagen als Ausgangspunkt; bei unzureichender Repräsentativität ist die Strategie anzupassen. Wet-suction- und Slow-pull-Techniken sind etablierte Optionen. Nekrotische Areale und ein blutreiches Präparat können die diagnostische Ausbeute beeinträchtigen.

Materialqualität und Befundinterpretation

ROSE (rapid on-site evaluation; zytologische Sofortbeurteilung) ist bei moderner Biopsietechnik nicht regelhaft notwendig. MOSE (macroscopic on-site evaluation; makroskopische Sofortbeurteilung) unterstützt die Beurteilung des gewonnenen Materials. Sichtbares Gewebe beweist allerdings noch nicht, dass der diagnostisch relevante Läsionsanteil erfasst wurde. Fixierung, Transport und gegebenenfalls gesonderte Proben für Zusatzuntersuchungen müssen zum Untersuchungsauftrag passen.

Ein negativer oder nicht diagnostischer Befund besitzt bei hoher Vortestwahrscheinlichkeit keine ausreichende Ausschlusskraft. Zu prüfen sind Repräsentativität, Entnahmeweg, entzündliche Begleitveränderungen und die Übereinstimmung mit der Bildgebung. Eine erneute gezielte Punktion oder eine andere diagnostische Strategie kann erforderlich sein. Das Ergebnis sollte im interdisziplinären Kontext und nicht als isolierter Laborwert bewertet werden.

Abgrenzung zur Zystenpunktion

Empfehlungen zur Entnahme aus soliden Läsionen sind nicht pauschal auf Zysten übertragbar. Bei Zysten steht eine konkrete differenzialdiagnostische Fragestellung im Vordergrund; Flüssigkeitsanalyse, Zytologie und selektive Zusatzverfahren müssen daran ausgerichtet werden. Der Review 2025 bevorzugt für die muzinöse Einordnung bedingt die Punktatglukose gegenüber dem karzinoembryonalen Antigen. Die Entitätszuordnung und der Nachweis hochgradiger Dysplasie sind unterschiedliche diagnostische Ziele.

Transduodenale EUS-FNB: Echoendoskop im Duodenalbulbus; die Biopsienadel passiert die Duodenalwand und erreicht eine fokale Läsion im Pankreaskopf.
Transduodenale EUS-FNB einer Läsion im Pankreaskopf. Nadelverlauf und Zielstruktur sind schematisch und nicht maßstabsgetreu dargestellt.
Transpapilläre Therapie

ERCP: Therapieziel, Zugangsstrategie und Komplikationsprävention

ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) bezeichnet den endoskopisch-fluoroskopischen Zugang zum Gallen- beziehungsweise Pankreasgangsystem über die Papille. EUS (Endosonographie; englisch: endoscopic ultrasound) und MRCP (Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie) ermöglichen in vielen diagnostischen Konstellationen eine vorgelagerte Abklärung. Die ERCP benötigt daher in der Regel ein konkretes therapeutisches Ziel oder eine gezielte intraduktale diagnostische Fragestellung.

Choledocholithiasis und Drainageindikation

Bei nachgewiesener oder klinisch hochwahrscheinlicher Choledocholithiasis wird die Extraktionsstrategie an Steingröße, Steinlage, distalen Gangdurchmesser und Papillensituation angepasst. Sphinkterotomie, Ballondilatation, Ballon- oder Korbextraktion sowie Lithotripsieverfahren sind befundabhängige Bausteine. Ist eine vollständige Sanierung zunächst nicht möglich, sind die Sicherung eines ausreichenden Abflusses und ein verbindlicher Folgetermin wesentlich.

Bei einer biliären Obstruktion bestimmen Ätiologie, Höhe, Infektionskonstellation und das weitere chirurgische oder onkologische Konzept den Drainageplan. Eine distale Stenose ist anders zu behandeln als eine hiläre Obstruktion. Bereits vor Kontrastierung sollte feststehen, welche Gangabschnitte tatsächlich drainiert werden können.

Unklare Stenosen: Diagnostik vor endgültiger Festlegung

Bei Ikterus und distaler extrahepatischer Stenose ohne nachweisbare Pankreasraumforderung empfiehlt die europäische Diagnostikleitlinie die Kombination endosonographischer und ERCP-basierter Gewebegewinnung. Bei perihilären Stenosen werden Bürstenzytologie und fluoroskopisch geführte Biopsien kombiniert, soweit technisch möglich. Eine Punktion der primären perihilären Läsion ist insbesondere bei kurativem oder transplantationsbezogenem Behandlungskonzept nicht unkritisch; sie muss vorab im zuständigen Behandlungsteam abgestimmt werden.

Stentwahl nach Befund und Behandlungsziel

SEMS (selbstexpandierender Metallstent; englisch: self-expandable metal stent) und Kunststoffstents erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Leitlinie zum Stenosenmanagement 2026 rät bei unbestätigter Ätiologie einer extrahepatischen Obstruktion von unbeschichteten Metallstents ab. Bei benignen Stenosen ist die temporäre Behandlung mit geplanter Entfernung oder geplantem Wechsel vom palliativen Vorgehen bei gesicherter Malignität zu unterscheiden. Ein initial funktionierender Stent ersetzt keinen dokumentierten Nachsorgeplan.

Prävention und Nachbeobachtung

PEP (Post-ERCP-Pankreatitis) ist eine wesentliche prozedurbezogene Komplikation. Zur Prävention gehören die individuelle Risikoeinschätzung, möglichst atraumatische drahtgeführte Kanülierung und die leitliniengerechte Pharmakoprophylaxe. NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) wie rektal verabreichtes Diclofenac oder Indometacin werden bei fehlenden Kontraindikationen eingesetzt; bei definierten Hochrisikokonstellationen kommt ein prophylaktischer Pankreasstent hinzu. Flüssigkeitsgabe und Überwachung sind unter Berücksichtigung kardialer und renaler Risiken zu planen.

Blutung, Cholangitis und Perforation sind weitere relevante Komplikationen. Eine Antibiotikaprophylaxe wird nicht undifferenziert für jede ERCP angesetzt, sondern beispielsweise bei erwartbar unvollständiger Drainage oder Cholangioskopie indikationsbezogen geprüft. Die Entlassungsentscheidung berücksichtigt Intervention, Beschwerden, Begleiterkrankungen und den gesicherten weiteren Zugang zur Versorgung.

ERCP: Seitblickendes Duodenoskop in der Pars descendens an der großen Duodenalpapille; der Katheter liegt im Ductus choledochus, ein Ballon wird proximal eines distalen Gallengangssteins geführt.
Transpapilläre Steinextraktion aus dem Ductus choledochus: Der Ballon wird oberhalb des Steins entfaltet und zur Papille zurückgezogen. Schematisch, nicht maßstabsgetreu.
Intraduktale Diagnostik und Lithotripsie

Direkte Sicht bei indeterminierter Stenose und komplexer Steinlast

POC (perorale Cholangioskopie; englisch: peroral cholangioscopy) erfolgt über den Arbeitskanal des Duodenoskops im Rahmen einer ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie). EHL (elektrohydraulische Lithotripsie) und Laserlithotripsie ermöglichen die intraduktale Fragmentierung unter direkter Sicht. Diagnostische Inspektion, gezielte Biopsie und Steintherapie sind voneinander zu unterscheidende Einsatzgebiete.

Indeterminierte biliäre Stenose

Die direkte Visualisierung kann die Lokalisation suspekter Schleimhautbereiche und die gezielte Probenentnahme unterstützen. Ein visueller Malignitätsverdacht allein ist keine histologische Sicherung. Das Ergebnis ist mit Bürstenzytologie, fluoroskopischer Zangenbiopsie, Schnittbildgebung und gegebenenfalls endosonographischer Gewebeakquisition abzugleichen.

Vorangegangene Stenteinlagen und entzündliche Veränderungen können den makroskopischen Eindruck verändern. Der geeignete Zeitpunkt einer Cholangioskopie und die Frage nach einer zusätzlichen extraluminalen Zielstruktur gehören deshalb zur diagnostischen Planung. Ein negatives Biopsieergebnis muss auf Materialmenge, Lokalisation und technische Qualität der Entnahme geprüft werden.

Komplexe Gallengangssteine

Eine intraduktale Lithotripsie kommt insbesondere bei großen, impaktierten oder anatomisch schwierig erreichbaren Steinen in Betracht, wenn Standardextraktion und geeignete Papillenerweiterung nicht ausreichen. Der Vorteil der direkten Sicht liegt in der gezielten Ausrichtung der Sonde auf den Stein. Bei der elektrohydraulischen Technik werden Druckimpulse im Flüssigkeitsmedium erzeugt; die Sonde muss so geführt werden, dass eine Schädigung der Gangwand vermieden wird.

Nach Fragmentierung sind die Extraktion der Fragmente und die Kontrolle der Gangfreiheit eigenständige Schritte. Bei hoher Steinlast oder begrenzter Eingriffsdauer kann ein mehrzeitiges Vorgehen mit vorübergehender Drainage erforderlich sein. Technische Fragmentierung und vollständige klinische Sanierung sind daher nicht gleichzusetzen.

Sicherheits- und Qualitätsaspekte

Spüldruck, Eingriffsdauer, Infektionsprophylaxe und eine gesicherte Ableitung der Galle sind zu berücksichtigen. Die Dokumentation sollte neben der Indikation auch erreichte Gangabschnitte, Biopsielokalisationen, Fragmentierungsergebnis, Reststeinverdacht und einen gegebenenfalls erforderlichen Folgeeingriff enthalten. Die europäischen Qualitätsstandards 2025 beziehen diese Verfahren ausdrücklich in strukturierte Ausbildung und Ergebniskontrolle ein.

Perorale Cholangioskopie: Ein dünnes Cholangioskop wird durch den Arbeitskanal des Duodenoskops und transpapillär in den Ductus choledochus eingeführt; eine Lithotripsiesonde arbeitet intraduktal am Stein.
Direkte intraduktale Sicht über den ERCP-Zugang; die Sonde zur Lithotripsie wird innerhalb des Gallengangs eingesetzt. Schematisch, nicht maßstabsgetreu.
Therapeutische Endosonographie

Biliäre Drainage nach Zugangs- oder Drainageversagen

EUS-BD (endosonographisch gesteuerte biliäre Drainage; englisch: endoscopic ultrasound-guided biliary drainage) umfasst unterschiedliche transluminale und Rendezvous-Verfahren. ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) und PTBD (perkutane transhepatische biliäre Drainage) sind je nach Anatomie und Krankheitskonstellation Alternativen oder komplementäre Zugänge. Die Verfahrenswahl benötigt ein definiertes Drainageziel und einen vorbereiteten Komplikationspfad.

Distale maligne Obstruktion

Bei fehlgeschlagener ERCP und distaler maligner biliärer Obstruktion empfiehlt die europäische Leitlinie bei verfügbarer Expertise die endosonographische Drainage gegenüber der perkutanen Ableitung. Diese Aussage darf nicht unterschiedslos auf jede benigne oder hiläre Obstruktion übertragen werden. Die aktualisierte Stenosenleitlinie 2026 unterscheidet ebenfalls nach Ätiologie, Obstruktionshöhe und Zugänglichkeit der Papille.

Wahl des Zugangs

EUS-CDS (endosonographisch gesteuerte Choledochoduodenostomie) verbindet den extrahepatischen Gallengang mit dem Duodenum. EUS-HGS (endosonographisch gesteuerte Hepatikogastrostomie) nutzt den transgastralen Zugang zu einem intrahepatischen Gallengang. Gangdilatation, Interposition von Gefäßen, Wandabstand, Aszites, Tumorausdehnung und eine mögliche Duodenalstenose beeinflussen die Eignung des jeweiligen Zugangs.

LAMS (lumenapposierender Metallstent; englisch: lumen-apposing metal stent) können bei geeigneter Choledochoduodenostomie eingesetzt werden. Sie sind nicht mit den Stentkonzepten für eine Hepatikogastrostomie gleichzusetzen. Die Abbildung auf dieser Seite zeigt ausschließlich eine Choledochoduodenostomie; andere Zugänge sind darin nicht dargestellt.

Hiläre und benigne Konstellationen

Bei hilärer Obstruktion müssen Zielsegmente und erwartbarer Drainageanteil bereits anhand der Schnittbildgebung geplant werden. Endosonographische, transpapilläre und perkutane Verfahren können kombiniert erforderlich sein. Ein technisch platzierter Stent in einem einzelnen Gangsegment bedeutet nicht zwangsläufig eine ausreichende funktionelle Drainage.

Bei benignen Erkrankungen und zugänglicher Papille kann ein erneuter fachkundiger transpapillärer Versuch oder ein Rendezvous-Verfahren in Betracht kommen. Die Entscheidung wird anhand der konkreten Anatomie und der langfristigen Konsequenzen einer transmuralen Fistel getroffen. Eine einheitliche Salvagestrategie für sämtliche Ursachen einer fehlgeschlagenen ERCP gibt es nicht.

Komplikationen und klinischer Endpunkt

Blutung, Galleleckage, Perforation, Stentfehlplatzierung, Migration und spätere Okklusion erfordern ein strukturiertes Management. Neben technischer Platzierung sind klinische Entlastung, Infektkontrolle und die Möglichkeit notwendiger Reinterventionen zu beurteilen. Die Nachbeobachtung und Zuständigkeit bei einer Stentdysfunktion sollten vor der Entlassung feststehen.

EUS-gesteuerte Choledochoduodenostomie: Ein transluminaler Stent verbindet den Duodenalbulbus mit dem extrahepatischen Gallengang oberhalb einer distalen Stenose.
Beispiel einer EUS-CDS vom Duodenalbulbus zum extrahepatischen Gallengang. EUS-Hepatikogastrostomie und weitere Zugangswege sind hier nicht dargestellt.
Zuweisung und periprozedurale Planung

Fragestellung, Blutungsrisiko und Materialbedarf vorab klären

EUS (Endosonographie; englisch: endoscopic ultrasound) ohne Punktion unterscheidet sich im Blutungsrisiko von einer Gewebeakquisition oder therapeutischen Intervention. ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) mit Sphinkterotomie ist anders einzuordnen als eine reine Stenteinlage ohne Sphinkterotomie. Die konkrete geplante Maßnahme ist deshalb für das Gerinnungsmanagement ausschlaggebend.

Antithrombotische Therapie

DOAK (direkte orale Antikoagulanzien), VKA (Vitamin-K-Antagonisten) und Thrombozytenaggregationshemmer erfordern eine Bewertung von prozeduralem Blutungsrisiko und individuellem Thromboembolierisiko. Zusätzlich sind Nierenfunktion, Einnahmezeitpunkt, Indikation und gegebenenfalls koronare Stents zu berücksichtigen. Die Planung sollte das letzte Einnahmeintervall, eine gegebenenfalls erforderliche Unterbrechung und die Wiederaufnahme dokumentieren. Eine pauschale Absetzanweisung oder routinemäßige Überbrückung ist daraus nicht abzuleiten.

Sedierung und Begleiterkrankungen

Die Sedierungsplanung orientiert sich an Eingriffskomplexität, erwarteter Dauer, Atemwegs- und Aspirationsrisiko sowie kardiopulmonalen Begleiterkrankungen. Frühere Sedierungskomplikationen, Schlafapnoe und postoperative Anatomie sind vorab mitzuteilen. Überwachung und Entlassungskriterien müssen zum tatsächlich erreichten Sedierungsniveau passen.

Für eine gezielte Zuweisung

Hilfreich sind die konkrete klinische Frage, die bisherige Differenzialdiagnose, Originalbilddaten mit Befundberichten, vorhandene Histologie oder Zytologie, aktuelle Laborbefunde und eine vollständige Medikation. Bei bereits liegendem Stent werden Einlagedatum, Typ, Lokalisation und Wechselplan benötigt.

Bei onkologischen Fragestellungen sollte der Bedarf an molekularer oder immunhistochemischer Zusatzdiagnostik vor der Entnahme geklärt werden. Bei dringlicher Abflussstörung ist zudem zu unterscheiden, ob Gewebesicherung, Drainage oder beides in derselben Sitzung angestrebt wird. Die Reihenfolge muss das klinische Risiko und die Aussagekraft der Proben berücksichtigen.

Verbindliche Weiterbehandlung

Der Bericht sollte Ergebnisse, noch ausstehende Befunde, Stentdaten, konkrete Kontroll- oder Wechseltermine und die jeweils verantwortliche Stelle benennen.

EUS-Literaturbrief · Studien und Leitlinien

Was Studien und Leitlinien über die EUS zeigen

EUS (Endosonographie; englisch: endoscopic ultrasound) wird in unterschiedlichen diagnostischen und therapeutischen Situationen untersucht. Die folgende Auswahl trennt Leitlinienempfehlungen von vergleichenden Studiendaten und benennt jeweils die Grenzen ihrer Übertragbarkeit.

Die Daten zur Gewebeakquisition betreffen definierte Zielstrukturen. Beobachtungsdaten zur Hochrisikoüberwachung belegen keinen isolierten kausalen Nutzen einer einzelnen Untersuchungsmethode. Leitlinienempfehlungen sind unter Berücksichtigung von Evidenzqualität, Patientenselektion und verfügbarem Behandlungskonzept anzuwenden.
Leitlinie · September 2026 · Biliäre Stenosen

Drainagekonzept nach Ätiologie und Obstruktionshöhe

ESGE (European Society of Gastrointestinal Endoscopy) unterscheidet in der Leitlinie 2026 benigne, distale maligne und hiläre Stenosen sowie das Vorgehen nach endoskopischem Zugangsversagen. Stentwahl und Drainagestrategie werden an Diagnose und Behandlungsziel gebunden.

Einordnung: Die Empfehlung zu einem bestimmten Zugang ist auf die jeweilige anatomische und klinische Konstellation zu beziehen. Technische Platzierung und ausreichende funktionelle Drainage sind getrennt zu beurteilen.

Lemmers et al., Endoscopy, online 3. September 2026 · Leitlinie im Volltext ↗
Leitlinie · 2024 · IPMN

Endosonographische Merkmale sind Teil der aktuellen Risikostratifizierung

IPMN (intraduktale papillär-muzinöse Neoplasie) werden in der Kyoto-Leitlinie anhand von HRS (Hochrisikostigmata; englisch: high-risk stigmata) und WF (abklärungsbedürftigen Warnmerkmalen; englisch: worrisome features) stratifiziert. Die Leitlinie berücksichtigt endosonographische Bildmerkmale und die Zytologie, sofern eine Punktion erfolgt ist. Die konkrete Konsequenz hängt von Gesamtkonstellation und Behandlungseignung ab.

Studiendesign: internationaler, evidenzbasierter Leitlinienkonsens mit systematischen Übersichten zu IPMN-Risikomerkmalen, Verlauf und Zystenflüssigkeitsmarkern.

Ohtsuka et al., Pancreatology 2024 · Originalpublikation in PubMed ↗
Systematische Übersichtsarbeit · 2024 · EUS-FNB

FNB verbessert die Gewebeausbeute bei soliden Pankreasläsionen

EUS-FNB (endosonographisch gesteuerte Feinnadelbiopsie) wurde in einer Metaanalyse von 12 prospektiven Studien mit EUS-FNA (endosonographisch gesteuerter Feinnadelaspiration) bei soliden Pankreasläsionen verglichen. Eingeschlossen waren 7 randomisierte Studien und 5 Kohortenstudien. Für die Biopsietechnik ergaben sich eine um etwa 8 Prozentpunkte höhere diagnostische Genauigkeit und Probenadäquanz sowie weniger erforderliche Nadelpassagen. Die gepoolten Komplikationsraten unterschieden sich nicht signifikant.

Klinische Einordnung: Die Ergebnisse stützen den Einsatz der EUS-gesteuerten Biopsie bei soliden Läsionen, wenn die Therapieplanung eine Gewebediagnose erfordert. Unterschiede zwischen den eingeschlossenen Studien und Verfahren begrenzen allerdings die Aussagekraft.

Metaanalyse prospektiver Studien, 2024 · Originalpublikation in PubMed ↗
Vergleichende Kohortenstudie · 2024 · Hochrisikoüberwachung

Pankreaskarzinome werden unter Überwachung häufiger in frühen Stadien erkannt

PDAC (duktales Adenokarzinom des Pankreas; englisch: pancreatic ductal adenocarcinoma) wurden in einer multizentrischen Kohortenanalyse bei 26 Personen aus einem Hochrisikoüberwachungsprogramm mit gematchten Kontrollen aus SEER (Surveillance, Epidemiology, and End Results) verglichen. Stadium-I-Diagnosen lagen bei 31 % gegenüber 10 %, das mediane Gesamtüberleben bei 61,7 gegenüber 8,0 Monaten und das 5-Jahres-Überleben bei 50 % gegenüber 9 %.

Einordnung: Im Programm wurden EUS (Endosonographie) und MRT (Magnetresonanztomographie) eingesetzt. Die Daten betreffen die strukturierte Überwachung ausgewählter Hochrisikopersonen, nicht ein allgemeines Screening. Selektions-, Lead-time- und Behandlungseffekte begrenzen kausale Schlussfolgerungen; ein isolierter Effekt der Endosonographie ist nicht ableitbar.

Blackford et al., JAMA Oncology 2024 · Originalpublikation in PubMed ↗
Prospektive, verblindete Vergleichsstudie · 2016 · EUS und MRT

EUS und MRT/MRCP ergänzen sich bei der Befunderkennung

EUS (Endosonographie) und MRT (Magnetresonanztomographie) mit MRCP (Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie) wurden bei 139 Personen mit deutlich erhöhtem Pankreaskarzinomrisiko prospektiv und verblindet verglichen. Zwei klinisch relevante solide Läsionen mit durchschnittlich 9 mm Durchmesser wurden ausschließlich endosonographisch erkannt. Die Magnetresonanzuntersuchung zeigte zusätzliche Zysten. Die Verfahren ergänzten sich in dieser ausgewählten Kohorte.

Klinische Einordnung: Der direkte Vergleich zeigt die Stärke der EUS bei kleinen soliden Läsionen und spricht für die Kombination verschiedener Bildgebungsverfahren in ausgewählten Hochrisikoprogrammen. Die Ergebnisse der kleinen, gezielt ausgewählten Kohorte lassen sich nicht auf die Allgemeinbevölkerung übertragen.

Harinck et al., Gut 2016 · Originalpublikation in PubMed ↗

Letzter Literaturcheck: 23. Oktober 2026 · Stand der fachlichen Überarbeitung: 21. Oktober 2026 · Literaturauswahl und Einordnung durch Dr. med. Michael Birkenfeld. Neue Beiträge werden im Literaturbereich ergänzt; ältere Beiträge bleiben zugänglich.

Die Studien untersuchen klar definierte klinische Situationen. Für die Behandlung im Einzelfall bleiben die individuelle Indikationsstellung und die Beurteilung durch ein erfahrenes multidisziplinäres Team entscheidend.

Klinische Einordnung

Häufige fachliche Entscheidungsfragen

Die Antworten beziehen sich auf typische Konstellationen. Anatomie, Vortestwahrscheinlichkeit, Therapieziel und lokale Expertise bleiben für die konkrete Entscheidung maßgeblich.

Schließt eine negative Gewebeprobe eine Neoplasie aus?

Nein. Die Aussage hängt von der Vortestwahrscheinlichkeit und der Repräsentativität ab. Ein nicht diagnostischer Befund ist von einem belastbar benignen Befund zu unterscheiden. Bei Diskordanz zwischen Morphologie und Histologie sind eine erneute gezielte Akquisition oder andere Abklärungswege zu prüfen.

Begründet eine einzelne Zystengröße bereits eine Resektion?

Eine Größenangabe ist nur ein Bestandteil der Risikostratifizierung. Entität, Wandknoten, Hauptgangbefund, Dynamik, Symptome und Behandlungseignung müssen gemeinsam beurteilt werden. Die Kategorien Hochrisikostigmata und abklärungsbedürftige Warnmerkmale sind zu unterscheiden.

Welche Rolle hat die ERCP in der reinen Diagnostik?

Die ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) dient überwiegend der Therapie. Endosonographie und Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie können viele vorgelagerte Fragen beantworten. Eine gezielte intraduktale Gewebegewinnung bei unklarer Stenose bleibt eine diagnostische Anwendung mit konkreter Indikation.

Wann ist eine Cholangioskopie besonders relevant?

Bei indeterminierter biliärer Stenose kann sie eine gezielte Biopsie ermöglichen. Bei komplexer oder impaktierter Choledocholithiasis unterstützt sie die intraduktale Lithotripsie. Die direkte Sicht ersetzt weder die histologische Einordnung noch die Kontrolle vollständiger Drainage beziehungsweise Steinextraktion.

Ist die endosonographische Drainage nach jeder fehlgeschlagenen ERCP die gleiche?

Nein. Obstruktionshöhe, benigne oder maligne Ursache, Zugänglichkeit der Papille und operative Voranatomie bestimmen die Strategie. Die Verfahren sind mit transpapillären, perkutanen und gegebenenfalls chirurgischen Alternativen abzugleichen.

Welche Unterlagen erleichtern die Terminplanung?

Eine präzise Fragestellung, Originalbilddaten, vorhandene Pathologiebefunde, aktuelle Laborwerte und die vollständige Medikation einschließlich antithrombotischer Therapie. Bei Stents werden Typ, Lokalisation, Einlagezeitpunkt und bisheriger Wechselplan benötigt.

Ansprechpartner und Telefonnummern
Profil

Dr. med. Michael Birkenfeld

Ich bin Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie sowie Chefarzt der Abteilung für Viszeralmedizin/Spezielle Gastroenterologie an den Sana Kliniken Düsseldorf in Gerresheim und Benrath. Mein Schwerpunkt liegt auf der endoskopischen Diagnostik und interventionellen Therapie von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege.

EndosonographieEUS-FNBERCPCholangioskopieTherapeutische EUS

Dr. Michael Birkenfeld in weißem Arztkittel; im Hintergrund eine endoskopische Untersuchung
Dr. Michael Birkenfeld · Gastroenterologie und Endoskopie
Verbindung zu Sana

Kontakt und Terminvereinbarung

Hier finden zuweisende Praxen sowie Patientinnen und Patienten Informationen zur Vorstellung an den Standorten Gerresheim und Benrath.

Überweisung und stationäre Einweisung

Bei Fragen zur Vorstellung, Überweisung oder geplanten stationären Einweisung wenden Sie sich bitte an die Sana Kliniken Düsseldorf. Der zuständige Standort übernimmt die medizinische Prüfung und stimmt den Termin mit Ihnen ab.

Kontakt für beide Häuser

Anja Novak

Düsseldorf-Gerresheim

Sigrid Kuntze

Endoskopie-Terminvereinbarung
0211 2800-86468

Mo–Fr, 9:00–13:30 Uhr

Außenansicht des Sana Krankenhauses Gerresheim

Düsseldorf-Benrath

Yasemin Aksu
Antje Linden

Ambulante Termine
0211 2800-1313
Stationäre Termine
0211 2800-1140
Außenansicht des Sana Krankenhauses Benrath

Weitere Kontaktdaten und aktuelle Hinweise zu den organisatorischen Abläufen finden Sie auf den offiziellen Sana-Seiten.

Hybrid-DRG und wahlärztliche Leistungen

Hybrid-DRG (Hybrid Diagnosis Related Groups; sektorenübergreifende Fallpauschalen) umfassen 2026 auch katalogfähige Leistungen der Endosonographie. Der OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel) 3-056 bezeichnet die Endosonographie des Pankreas. Die tatsächliche Zuordnung setzt die Prüfung der Diagnose, der erbrachten Leistungen und der Ausschlusskriterien voraus; aus einer einzelnen Untersuchungsbezeichnung folgt noch keine sichere Abrechenbarkeit. Regelungen und Leistungskatalog 2026 (KBV, PDF) ↗

Der Infobogen erklärt die Abrechnung in Fällen, in denen neben einer Hybrid-DRG vorab vereinbarte wahlärztliche Leistungen erbracht werden. Die Erstattung durch die private Krankenversicherung und die Beihilfe richtet sich nach dem jeweiligen Vertrag.

Vorschaubild des Infobogens zur Hybrid-DRG-Abrechnung für PrivatpatientenInfobogen zur Hybrid-DRG-Abrechnung öffnen (PDF)

Maßgeblich sind die konkrete Behandlung und die vorab getroffene Wahlleistungsvereinbarung.

Redaktioneller Stand: 21. Oktober 2026 · Fachinformationen

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